Erläuterungen zum Programm

Francesco Geminiani (1674-1762)
Concerto grosso op 3/3
Adagio e staccato
Allegro
Adagio
Allegro

Geminiani wurde als Geiger wie als Komponist von Corelli und von Alessandro Scarlatti ausgebildet. Später war er hauptsächlich in London und in Irland tätig.
Sein Concerto Op. 3 Nr. 3 wird durch ein kurzes Grave eröffnet, dem ein ausgedehntes 4-stimmiges Fugato folgt. Von ganz anderer Art ist der nächste Satz mit seinen auffallenden Seufzermotiven. Pochende Achtelnoten mit nachfolgenden Sechzehntelläufen prägen den Finalsatz.

Wie üblich enthält unser Programm Originalkompositionen für Flötenensemble.

Markus Hofer (1949*)
Irritationen

„Irritationen“ ist für eine kleinere Besetzung komponiert. Im ersten Teil dominiert eine motorisch rythmische Musik. Der zweite Teil besteht aus ruhigeren Soli von verschiedenen Flöten. Eine kurze Reprise vom Anfang schliesst die Komposition.

Pierre-André Bovey (1942*)
3 Refrains de l’été

„3 Refrains de l’été“ ist der 3. Satz aus den „Saisons de la flûte“, die sich frei von Vivaldis 4 Jahreszeiten inspirieren. In diesem Satz werden drei Themen aus l’Estate mit modernen Kompositionstechni-ken bearbeitet.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
6 Deutsche Tänze KV 509

Diese 6 deutschen Tänze sind ein Beweis dafür, dass damals Volksmusik und Tänze in der Nähe der sogenannten Kunstmusik standen.

Gabriel Fauré (1845-1924)
Masques et Bergamasques op. 112
Ouverture
Menuet
Gavotte
Pastorale

Masques et Bergamasques war ursprünglich ein choreographisches Divertimento, inspiriert von Texten von Verlaine. Später vereinigte der Komponist vier Sätze in einer Orchestersuite.

Claude Debussy (1862-1918)
Danse Bohémienne

Danse Bohémienne ist eine der ersten Kompositionen von Claude Debussy.
Er wohnte damals in dem Hause von Frau von Meck, die grosszügige Gönnerin Tschaikowskys. Sie schrieb am 8. September 1880 an Tschaikowsky: „Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf ein kleines Werk des Pianisten Debussy lenken. Der junge Mann will sich ganz der Komposition widmen und er schreibt wirklich Gutes…“. Tschaikowsky antwortet darauf am 8. Oktober 1880:
„Es ist ein ganz reizendes Stück, vielleicht ein bisschen kurz…“

Pierre-André Bovey